Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor einem Gardinenkauf am häufigsten gestellt werden – von der richtigen Länge über die passende Aufhängung bis zur Wäsche. Sortiert nach Themenbereich, ausführlich steht alles im Vergleich und in den Ratgebern.
Gardine ist der Oberbegriff für jeden textilen Fensterbehang. Vorhang meint im Sprachgebrauch den dichteren, schwereren Stoff, der Licht zurückhält. Transparente Voile-Gardinen filtern dagegen nur das Tageslicht. Im Handel werden beide Wörter gemischt – verlassen Sie sich deshalb auf die Angabe zur Lichtdurchlässigkeit, nicht auf den Produktnamen. Fürs Messen spielt der Begriff keine Rolle – wie Sie die Länge bestimmen, steht im Ratgeber Gardinen ausmessen.
Eine Scheibengardine ist eine kurze Gardine, die nur den unteren Fensterflügel verdeckt. Sie nimmt den Blick von der Straße und lässt die obere Fensterhälfte frei. Übliche Höhen liegen zwischen 45 und 60 cm. Für ein abgedunkeltes Schlafzimmer ist sie die falsche Wahl: Sie deckt bauartbedingt nur einen Teil des Fensters ab. Welcher Raum welche Form braucht, steht unter Gardinen nach Zimmer.
Voile ist ein feines, glattes Gewebe: Es filtert Tageslicht und hält kaum Blicke ab. Stoffe in Leinenoptik wirken dichter und reichen laut Artikelangaben von transparent bis halbtransparent. Samt fällt dicht und schwer und wird in den Rezensionen als weich beschrieben – ein Flächengewicht nennt der Hersteller in unserer Auswahl allerdings nicht. Nach der Lichtdurchlässigkeit lässt sich im Vergleich filtern.
Nein. Wir werten die öffentlich sichtbaren Kundenrezensionen der jeweiligen Amazon-Produktseite aus – Sterneschnitt, Stimmenzahl und Zitate stammen aus diesem Bestand. Eine eigene Prüfung ihrer Echtheit nehmen wir nicht vor; was Amazon selbst dagegen unternimmt, ist uns nicht bekannt.
Bodenlange Gardinen enden 1–2 cm über dem Boden, damit der Stoff nicht schleift. Vor einer Heizung oder einer Fensterbank endet die Bahn besser 1–2 cm darüber. Gemessen wird ab der Stange oder Schiene, nicht ab der Fensteroberkante. Die gelieferten Maße in unserer Auswahl reichen von 45 cm bei Scheibengardinen bis 245 cm bei bodentiefen Schals; als Variante bestellbar ist bei einem Angebot zusätzlich eine Länge bis 350 cm. Die vollständige Anleitung steht im Ratgeber Gardinen ausmessen.
Mehrweite ist das Verhältnis der Stoffbreite zur Länge der Stange. Für einen sichtbaren Faltenwurf gelten 2- bis 2,5-fache Mehrweite als üblich, transparente Stoffe vertragen mehr. Bei 140 cm Stangenlänge brauchen Sie also rund 280–350 cm Stoffbreite. Genau deshalb liefern die meisten Angebote zwei Bahnen zu je 140 cm Breite. Eine Tabelle von der Stangenlänge zur Zahl der Bahnen steht im Ratgeber Gardinen ausmessen.
Die Zahl richtet sich nach Breite und gewünschtem Faltenwurf. Bei 140 cm Breite sind 8 Ösen je Bahn üblich; so geben es auch die drei Angebote unserer Auswahl an, die die Zahl nennen. Die Anzahl sollte gerade sein, damit die äußeren Faltenkanten zur Wand zeigen. Der Innendurchmesser der Öse muss zur Gardinenstange passen. Mehr dazu unter Gardinen ausmessen.
Soll sich die Gardine in der Mitte teilen lassen, brauchen Sie zwei Bahnen. Die meisten Angebote in unserer Auswahl werden deshalb als Zweierset geliefert, einzelne dagegen als einzelne Bahn. Rechnen Sie den Preis je Bahn, nicht je Packung – sonst wirkt ein Einzelstück günstiger, als es für ein Fenster ist.
Klemmstangen halten im Fensterrahmen ohne Bohrung und tragen leichte Schals zuverlässig. Für schwere Verdunkelungsvorhänge reicht die Klemmkraft oft nicht; dort sind Klebehaken mit ausgewiesener Traglast die Alternative. Prüfen Sie vorher das Stoffgewicht: Unsere Auswahl reicht von leichtem Voile bis zu einem Gewebe mit 250 g/m². Alle Wege ohne Bohrung stehen im Ratgeber Gardinen aufhängen.
An einer Schiene laufen Gardinen über Gleiter oder Röllchen, und die brauchen ein Band an der Oberkante – meist ein Kräuselband. Ösenschals gehören auf eine runde Gardinenstange, weil die Öse über die Stange geschoben wird. Schlaufenschals ebenso. Sehen Sie zuerst nach, was über Ihrem Fenster hängt, und wählen Sie danach die Aufhängung. Die Zuordnung als Tabelle steht im Ratgeber Gardinen aufhängen.
Ösen sind Metallringe in der Oberkante; sie gleiten über eine Stange und werfen gleichmäßige Wellen. Kräuselband (das Band mit Fadenschlaufen an der Oberkante) wird auf die gewünschte Breite zusammengezogen und passt an Schiene und Stange. Schlaufen sind Stoffbänder, die über die Stange gelegt werden – die Breite lässt sich dabei nicht anpassen. Manche Bänder bedienen zwei Arten zugleich – im Ratgeber Gardinen aufhängen stehen die Unterschiede ausführlich.
Nicht zwangsläufig. Blickdicht beschreibt den Zustand am Tag, wenn es draußen heller ist als drinnen. Brennt abends Licht im Zimmer, zeichnen sich Umrisse ab – je dünner der Stoff, desto deutlicher. Wer auch nachts sicher sein will, braucht ein dichtes, mehrlagiges Gewebe in dunkler Farbe. Warum das so ist, steht im Ratgeber blickdichte Gardinen.
Blickdicht heißt: Man sieht nicht hindurch. Verdunkelnd heißt zusätzlich, dass der Stoff Licht zurückhält – meist durch mehrere Lagen oder eine Beschichtung. Verdunkelnd ist damit auch blickdicht, umgekehrt nicht. Wir ordnen jedes Produkt genau einer der vier Klassen zu: Verdunkelndes erscheint im Filter nur unter „Verdunkelnd", nicht zusätzlich unter „Blickdicht". Wer gezielt Blickdichtes sucht, prüft im Filter beide Klassen. Details im Ratgeber blickdichte Gardinen.
In aller Regel nicht. Der Stoff verdunkelt deutlich, dichtet an Ober- und Seitenkante aber nicht ab – genau das berichten mehrere der ausgewerteten Rezensionen. Restlicht dringt dort ein, wo die Stange zu kurz über das Fenster hinausragt. Für ein möglichst dunkles Zimmer braucht es eine Schiene, die bis an die Wand reicht. Was sich sonst noch verbessern lässt, steht im Ratgeber blickdichte Gardinen.
Laut Hersteller halten sie Zugluft vom Fenster zurück, spürbar vor allem an alten Fenstern. Eine belastbare Zahl nennen die Hersteller nicht, und in den ausgewerteten Rezensionen widersprechen einzelne Käufer der beworbenen Wärmewirkung ausdrücklich. Gegen sommerliche Hitze wirkt ein Vorhang nur, solange er geschlossen ist und die Sonne direkt auf das Fenster scheint. Ausführlich im Ratgeber blickdichte Gardinen.
Nach Pflegeetikett, und das unterscheidet sich je Stoff deutlich. In unserer Auswahl reicht die Spanne von sanfter Handwäsche bis Maschinenwäsche bei 30 °C im Schonwaschgang. Waschen Sie die Gardine einzeln und füllen Sie die Trommel nur halb, damit sich weniger Falten eindrücken. Gebügelt wird, wenn erlaubt, bei niedriger Temperatur – eine Angabe nennt 110 °C als Obergrenze. Die Schritte im Einzelnen stehen im Ratgeber Gardinen waschen.
Hängen Sie den Schal zuerst auf und lassen Sie ihn einige Tage hängen; das Eigengewicht zieht viele Falten heraus. Bleiben Knicke, hilft Bügeln bei niedriger Temperatur oder ein Dampfbügeleisen mit Abstand. Falten aus der Verpackung sind in den ausgewerteten Rezensionen ein wiederkehrender Kritikpunkt – bei einem Angebot glätteten sie sich laut Rezension auch aufgehängt nicht von selbst. Drei Wege gegen Falten stehen im Ratgeber Gardinen waschen.
Ein- bis zweimal im Jahr genügt in Wohn- und Schlafräumen. In der Küche lohnt sich ein kürzerer Abstand, weil sich Fett und Gerüche im Gewebe festsetzen. Gegen Staub zwischendurch reicht Ausschütteln oder Absaugen mit der Polsterdüse auf niedriger Stufe. Mehr dazu im Ratgeber Gardinen waschen.
Nur mit ausdrücklicher Freigabe im Pflegehinweis. In unserer Auswahl nennt ein einziges Angebot den Trockner auf niedriger Stufe, ein weiteres schließt ihn ausdrücklich aus, und die übrigen schweigen dazu. Ohne Angabe hängen Sie den feuchten Schal besser gleich auf – so zieht er sich beim Trocknen von selbst glatt. Welche Angabe welcher Stoff üblicherweise trägt, steht im Ratgeber Gardinen waschen.